Mit passendem Objektiv, sauberer Ausrichtung und plan liegendem Film kann das Abfotografieren schnell und detailreich sein. Hier folgt der praktische Weg vom Aufbau bis zu den Rohdateien.
Der Aufbau
Verwenden Sie eine Rohdatenkamera, ein Makroobjektiv für den benötigten Abbildungsmaßstab, Filmhalter, Leuchtplatte und Reprostativ oder Stativ. Zwischenringe und Balgen können funktionieren; prüfen Sie Eckschärfe und Bildfeldebnung beim tatsächlich genutzten Maßstab.
Das Licht
Verwenden Sie eine gleichmäßige, diffuse Lichtquelle. CRI 95 oder höher und 5000–5500 K sind übliche Ausgangswerte, aber keine Garantie für Farbgenauigkeit. Prüfen Sie vorab Flimmern und Streifen und passen Sie bei Bedarf die Verschlusszeit an.
Die Ausrichtung
Die Sensorebene muss parallel zum Film stehen, sonst sitzt nur ein Teil der Aufnahme in der Schärfe. Zuverlässig ist die Spiegelmethode: einen kleinen Spiegel auf die Leuchtplatte legen und die Kamera so ausrichten, dass die Spiegelung des Objektivs im Livebild genau mittig steht. Eine Wasserwaage sagt erst dann etwas aus, wenn die Stativsäule wirklich senkrecht steht.
Planlage
Gewellter Film bringt die Ränder aus der Schärfeebene. Beginnen Sie mit einem Filmhalter. Falls Glas nötig ist, prüfen Sie mit dem echten Film auf Reflexe und Newtonringe.
Aufnahmeeinstellungen
Beginnen Sie bei Basis-ISO und ermitteln Sie die schärfste Blende des Objektivs im Test; f/5,6–f/8 ist ein üblicher Startbereich. Fokussieren Sie manuell im vergrößerten Livebild, nutzen Sie Auslöser oder Timer, fotografieren Sie roh und vermeiden Sie Clipping in den Lichtern.
Das Entwickeln
Öffnen Sie die Rohdateien in negaflow, dann wird die Filmbasis selbst gefunden: zusammenhängende Bereiche der Helligkeitsverteilung werden gruppiert, Perforation, Halter und blankes Durchlicht fallen heraus. Passt das Ergebnis nicht, nehmen Sie unbelichteten Film mit der Pipette auf oder tippen die RGB-Werte ein.